Home Jahresprogramm Allgemeines FAIR.STARK.MITEINANDER.
FAIR.STARK.MITEINANDER.

Unsere Leitlinien für Freizeiten und Veranstaltungen


1 Alle sind willkommen!
Jede und jeder, unabhängig von Mitgliedschaft, Herkunft, Hautfarbe, körperlichen oder geistigen Einschränkungen etc. darf bei unseren Veranstaltungen, Freizeiten und bei allen Aktivitäten mitmachen.


2 Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen und Angeboten ist freiwillig.
Im Gegensatz zu Schule ist bei der Deutschen Wanderjugend (DWJ) alles freiwillig und ich kann mir innerhalb der Angebote das aussuchen, was mich interessiert und mir gefällt. Ich bin z. B. nicht verpflichtet, beim Schwimmbadbesuch mit ins Wasser zu gehen oder jedes Spiel eines Spielenachmittags mitzumachen.

 

3 Ich bin für mich und die Gruppe mitverantwortlich.
Alle sind wichtig und leisten ihren Beitrag zum Gelingen der Akti- vitäten. Diese Verantwortung nehme ich ernst und bringe mich so gut ich kann ein. Das gemeinsame Entwickeln von Ideen und das gegenseitige Motivieren sind dabei ebenso wichtig, wie das gemeinsame Spülen und der Ordnungsdienst.
Teilnehmer/-in: Es wird immer mal eine Wanderung oder eine Spielaktion etc. geben, auf die Du vielleicht keine Lust hast. Sei trotzdem fair und nimm anderen nicht den Spaß und die Chance auf ein tolles Erlebnis.

 

4 Ich bin fair und respektvoll zu anderen.
Auf unseren Veranstaltungen wird nicht gehauen, gebissen, gekratzt, gespuckt, beleidigt, beschimpft etc. Auch Witze und Lie- der können verletzend und demütigend sein. Ich achte auf mein eigenes Verhalten und greife ein bzw. hole Hilfe, wenn andere unfair behandelt werden oder sich prügeln. Hilfe holen ist kein Petzen.

 

5 Ich darf meine Meinung sagen und mitbestimmen.
Teilnehmer/-innen: Wenn ich z. B. einen Verbesserungsvorschlag habe, wenn mir etwas nicht gefällt oder besonders gut gefällt, darfich dies mitteilen. Ich habe das Recht mitzubestimmen, indem ich z. B. meine Ideen für das Jahresprogramm in die Gruppe einbringe und den/die Jugendwart/-in (oder Delegierte) mitwähle.
Teamer/-innen: Die Teilnehmer/-innen sollen so oft wie möglich an der Gestaltung der Freizeit, Gruppenstunde z. B. bei Regeln, Gruppendiensten, Programminhalten, Essensplanungen beteiligt werden.

 

6 Ich darf Nein sagen.
Teilnehmer/-innen: Wenn mir etwas unangenehm ist oder mir Angst macht, darf ich Nein sagen. Dieses Nein wird von allen akzeptiert.
Teamer/-innen: Ich unterstütze und fördere das Recht der Kinder und Jugendlichen Nein sagen zu dürfen und nehme ihr Nein ernst. Ich versuche gemeinsam mit dem/r Teilnehmer/-in und zu ihrem/seinem Wohl eine Lösung zu finden.

 

7 Die Privatsphäre jeder/-s einzelnen wird von allen geachtet.
Teilnehmer/-innen: Ich darf mich nach Absprache zurückziehen oder in Ruhe und allein duschen, mich umziehen und zur Toilette gehen. Niemand darf ungefragt meine Sachen benutzen oder mir etwas wegnehmen – ich mache das bei anderen auch nicht.
Teamer/-innen: Ich sorge dafür, dass die Privatsphäre der Kinder und Jugendlichen geschützt wird, sodass sie die Möglichkeiten haben, sich z. B. unbeobachtet umzie- hen zu können. Ich respektiere das Eigentum der Teilnehmer/-innen.

 

8 Niemand darf mich berühren, wenn ich es nicht will.
Teilnehmer/-innen: Wenn ich nicht angefasst und berührt werden will, ist das in Ord- nung. Ich darf Stopp sagen.
Teamer/innen: Ich nehme Rückzugsreaktionen der Kinder und Jugendlichen auf meine bewussten und zufälligen Berührungen wahr. Ich respektiere und berücksichtige dies z. B. bei der Auswahl von Spielen.

 

9 Mädchen und Jungen schlafen in getrennten Räumen (Zelten etc.)
Um die Privatsphäre der Teilnehmer/-innen zu schützen, sollen Mädchen und Jungen in getrennten Zelten/Zimmern schlafen. Wenn die räumliche Situation diese Rege- lung nicht zulässt, finden die Teamer/-innen/der Träger eine klare Lösung.
Die Übernachtung von Teamer/-innen in Zelten oder Zimmern der Teilnehmer/- innen, wird von dem jeweiligen Träger der Veranstaltung im Vorfeld sorgfältig abgewogen. Es wird eine der Situation angemessene und für alle transparente Regelung getroffen.

 

Wichtiges für die Teamer/-innen


10 Die Teamer/-innen respektieren die Teilnehmer/-innen als eigenstän- dige Persönlichkeiten und nutzen ihre Stellung nicht aus.
Teamer/-innen pflegen einen respektvollen und partnerschaft- lichen Umgang mit den Teilnehmern/-innen. Es ist selbstverständ- lich, dass Kinder und Jugendliche nicht zum persönlichen Vorteil (private Besorgungen erledigen, persönliche Dinge aufräumen, Körperkontakt) ausgenutzt werden.

 

11 Alle unsere Veranstaltungen sind offizielle und öffentliche Angebote.
Alle Gruppentreffen, egal wo sie stattfinden, sind öffentliche Ver- anstaltungen und werden im Vorfeld bekannt gemacht (Jahrespro- gramm, Mitteilung an Eltern etc.). Kein/e Teamer/-in darf ein Grup- penmitglied bevorzugen. Teamer-/innen dürfen keine Privatge- schenke an einzelne Kinder vergeben.

 

12 Teamer/-innen und Leiter/-innen sind verpflichtet, Beobachtungen zur Kindeswohlgefährdung (Vernachlässigung, Gewaltanwendung etc.) an Kollegen/-innen und Fachkräfte weiterzugeben.
Teamer-/innen müssen, sobald ihnen oder ihren Kollegen/-innen Vernachlässigungen, Gewaltanwendungen gegenüber Kindern und Jugendlichen auffallen, diese Beobachtungen an ihre Kontaktper- sonen in den Vereinen und/oder den Jugendgeschäftsstellen weitergeben. Im Gespräch werden gemeinsam weitere Schritte besprochen. Es geht nicht darum, Familien oder einzelne Personen „anzuschwärzen“, sondern nur darum Kinder zu schützen und dem wichtigen gesetzlichen Auftrag (§ 8a SGB VIII) zur Weiterlei- tung von Beobachtungen nachzukommen.
Wichtig ist: Ruhe bewahren, Hilfe bei einer Vertrauensperson suchen, beobachten und dokumentieren, nicht bewerten, nicht eingreifen und die Übergabe an eine Fachstelle.
Selbstverständlich unterliegen alle unsere Veranstaltungen den gelten- den gesetzlichen Bestimmungen. Manche Gruppenregeln vor Ort rei- chen weiter als die gesetzlichen Vorgaben, dann gelten die weiterrei- chenden Regeln. Die Teamer/-innen sind verpflichtet, sich mit den gesetzlichen Grundlagen der Arbeit auseinanderzusetzen, sie einzuhal- ten und deren Einhaltung aktiv zu unterstützen. Sie sind sich ihrer Vor- bildfunktion jederzeit bewusst.


... und wir halten uns dran!

 

Hier gibt´s noch weitere Infos.